Überführungstörn

Einmal rund um Europa auf einem echten Klassiker.

Kiel → Skagen → Afrika → Sizilien (Sommer 2026)

Teilnehmen

Ein Sommer, zwei Kontinente, ein Traumschiff. Hast du Lust, diesen Sommer nicht nur zu segeln, sondern ein echtes maritimes Abenteuer auf einem historischen Seeschiff zu erleben? Wir starten in Kiel, umrunden Europa über die Nordspitze Dänemarks, machen Halt in Afrika (Marokko) und landen schließlich im sonnigen Nord-Sizilien.

Etappe 1

Ostseeausfahrt und Nordseewind

Wir nehmen die königliche Route um Skagen herum, statt durch den engen Kanal zu fahren. Das Zusammenprallen der Meere am Kap Grenen ist ein unvergessliches Naturerlebnis.

  • Abschnitt A | 1.–5. Juli 2026

    Der erste Abschnitt von Etappe 1 der Überführung führt die Princess Sophie von Kiel Richtung Skagen und bildet den Auftakt eines rund dreiwöchigen Abschnitts bis Brest bzw. Plymouth. Für die gesamte Strecke sind etwa 1.150–1.250 Seemeilen eingeplant, inklusive zeitlichem Puffer und einem anschließenden Crewwechsel in Frankreich.

    Der Start erfolgt am 1. Juli in Kiel mit Einweisung, Proviantierung und optional einer ersten kurzen Verlegung. In den folgenden Tagen geht es in moderaten Tagesetappen durch die dänische Inselwelt (Ærø, Südfünen-Archipel) mit Stopps in Häfen wie Søby, Faaborg, Svendborg oder Kerteminde – überwiegend ohne Nachtfahrten.

    Ein längerer Schlag führt anschließend rund um Seeland Richtung Kopenhagen bzw. Helsingør. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit wegen dichten Schiffsverkehrs gefragt; je nach Tidenstrom kann auch eine Nachtfahrt sinnvoll sein. In Kopenhagen ist ein Ruhetag für Crew, Proviant und Wetteranalyse vorgesehen.

    Von dort verläuft die Route weiter entlang der dänischen Ostküste Richtung Nordspitze. Je nach Bedingungen wird ein Zwischenstopp (z. B. Gilleleje oder Anholt) eingelegt oder direkt Skagen angelaufen, idealerweise mit Ankunft am Abend vor der kritischen Passage.

    Den Abschluss dieses Abschnitts bildet die Umrundung von Grenen bei Skagen – ein navigatorischer Höhepunkt, der nur bei passenden Wind- und Seebedingungen erfolgt. Danach geht es weiter an die dänische Westküste, etwa nach Hirtshals oder Thyborøn, wo auch ein Crewwechsel vorgesehen ist.

  • Abschnitt B | 8.–11. Juli 2026

    Abschnitt B führt die Princess Sophie entlang der dänischen Westküste und über die südliche Nordsee Richtung Niederlande. Im Mittelpunkt stehen hier Tidenplanung, anspruchsvolle Küstennavigation und der Umgang mit flachen Revieren sowie Sandbänken.

    Von Hirtshals geht es zunächst südwärts nach Thyborøn oder Hvide Sande. Die Strecke entlang der jütischen Luvküste verlangt Aufmerksamkeit und wird bevorzugt bei Tageslicht gesegelt. Anschließend folgt ein weiterer moderater Schlag Richtung Esbjerg oder Blåvand.

    Die anspruchsvollste Passage dieses Abschnitts ist die Querung der südlichen Nordsee Richtung IJmuiden oder Hoek van Holland. Mit rund 140 Seemeilen handelt es sich um eine längere Etappe, die meist eine Nachtfahrt erfordert, um günstige Tidenfenster für die Hafeneinfahrt zu nutzen.

    In den Niederlanden ist ein Puffer- bzw. Erholungstag vorgesehen, um Wetterbedingungen abzuwarten oder die Crew nach der Überfahrt zu regenerieren. Optional kann die Reise bereits hier in Richtung Belgien (z. B. Ostende) fortgesetzt werden.

    Am Ende des Abschnitts erfolgt erneut ein Crewwechsel, bevor die nächste Etappe entlang der Ärmelkanalküste vorbereitet wird.

  • Abschnitt C | 12.–21. Juli 2026

    Abschnitt C markiert den anspruchsvollen Übergang vom Ärmelkanal in den Atlantik und verlangt präzise Navigation durch Verkehrstrennungsgebiete sowie ein gutes Timing der Gezeiten. Gleichzeitig macht sich hier erstmals spürbar die Atlantikdünung bemerkbar.

    Von IJmuiden geht es zunächst entlang der Küste nach Ostende oder Dünkirchen, bevor die Princess Sophie in den Ärmelkanal einläuft. Die folgende Etappe Richtung Cherbourg oder Portland gehört zu den fordernderen Passagen: Eine Nachtfahrt ist nahezu unvermeidlich, um die starken Tidenströme optimal zu nutzen.

    Nach einem möglichen Puffertag in Cherbourg – inklusive kurzer Erholung nach der intensiven Kanalpassage – führt der Kurs weiter westwärts über Dartmouth oder Plymouth bis in den Südwesten Englands. Mit der Umrundung des Lizard Point und dem Ziel Falmouth wird ein markanter geografischer Punkt erreicht.

    Der letzte Abschnitt bringt die Yacht endgültig in den Atlantik: vorbei an Land’s End, optional mit Stopp auf den Scilly Isles, oder direkt weiter nach Brest. Je nach Wetterlage kann diese Strecke erneut eine Nachtfahrt erfordern, um die Einfahrt bei günstiger Tide zu erreichen.

    Mit der Ankunft in Brest ist die erste große Etappe abgeschlossen. Die folgenden Tage dienen als Puffer, zur Regeneration der Crew und zur Vorbereitung der Pause, bevor die nächste Phase des Überführungstörns beginnt.

  • Pause | 22.–29.Juli 2026

Etappe 2

Nordatlantik und der Sprung nach Afrika

Von der rauen Biskaya über die grüne Atlantikküste Spaniens und Portugals bis an die Schwelle Afrikas. Sie verbindet anspruchsvolle Offshore-Passagen mit entspanntem Küstensegeln und endet in Tanger – dort, wo Europa langsam hinter dem Horizont verschwindet und ein neues Revier beginnt.

  • Abschnitt A | 29. Juli.–2. August 2026

    Abschnitt A der zweiten Etappe ist die klassische Schlüsselpassage der gesamten Überführung: die Biskaya-Querung. Hier entscheidet sich vor allem das Wetterfenster – und weniger die Planung im Detail. Ziel ist eine zügige, möglichst direkte Überfahrt von der Bretagne bzw. Südengland bis an die spanische Nordwestküste.

    Der Start erfolgt am 29. Juli in Brest oder Plymouth. Nach Crew-Check, Sicherheitsbriefing für Atlantikbedingungen und letzter Proviantierung wird das passende Nordwest-Fenster zum Auslaufen genutzt. Bereits hier ist wichtig, die Passage als zusammenhängenden Offshore-Block zu denken.

    Es folgt die Nonstop-Querung der Biskaya über rund 300 Seemeilen Richtung Kap Finisterre. Bei typischen Bedingungen dauert die Passage etwa 2,5 bis 3 Tage. Dünung von 3–4 Metern ist möglich, die Fahrt erfordert feste 4-Stunden-Wachen und eine gut eingespielte, seefeste Crew.

    Der Kurs führt ohne Zwischenstopp bis in den Bereich A Coruña oder idealerweise Baiona bei Vigo, dem ersten wirklich geschützten Hafen nach der offenen Biskaya. Dieser Anlaufpunkt ist bewusst als Sicherheits- und Erholungsziel gesetzt.

    Nach der Ankunft am 2. August steht die Regeneration im Vordergrund: Crew erholt sich von der Offshore-Passage, das Schiff wird technisch gecheckt und für die Weiterfahrt vorbereitet. Ein zusätzlicher Puffertag ist eingeplant, falls sich der Start wetterbedingt verzögert hat.

  • Abschnitt B | 3.–8. August 2026

    Abschnitt B verläuft entlang der „grünen Küste“ Nordspaniens und Portugals und verbindet kurze Küstenschläge mit geschützten Ría-Fahrten und ersten längeren Atlantikpassagen. Im Fokus stehen hier entspanntes Küstensegeln, landschaftlich eindrucksvolle Fjordstrukturen und die Versorgung mit frischem Proviant.

    Von Baiona geht es zunächst durch die Rías Baixas weiter südwärts in die Ría de Arousa mit Stopps in Vilagarcía oder in geschützten Ankerbuchten. Die Etappen bleiben bewusst moderat und finden ausschließlich bei Tageslicht statt.

    Anschließend überquert die Princess Sophie die Grenze nach Portugal mit Ziel Porto (Leixões). Nach der Ankunft folgt ein Ruhetag in der Stadt des Portweins, inklusive Proviantierung und möglichem Crewwechsel.

    Die nächste Etappe führt entlang der offenen portugiesischen Atlantikküste nach Figueira da Foz oder – bei ruhiger Wetterlage – weiter bis Nazaré. Hier wird die erste längere Atlantikdünung deutlich spürbar, während die Küstennavigation zunehmend anspruchsvoller wird.

    Zum Abschluss dieses Abschnitts erfolgt der Schlag nach Lissabon, entweder in die Marina de Cascais oder bis Belém. Die Einfahrt unter der 25.-April-Brücke bildet einen markanten Höhepunkt der Route. In Lissabon ist ein weiterer Ruhetag eingeplant, der zugleich für Crewwechsel und umfassende Versorgung genutzt werden kann.

  • Abschnitt C | 9.–14. August 2026

    bschnitt C bildet den finalen europäischen Teil der Überführung und führt von Lissabon entlang der portugiesischen Küste über die Algarve bis in die Straße von Gibraltar. Charakteristisch sind hier der teils kräftige Nordwind („Nortada“) und zunehmend anspruchsvolle Küstennavigation mit möglichem Motor- oder Amwindanteil.

    Von Lissabon geht es zunächst nach Sines, einem funktionalen, gut geschützten Industriehafen, der als sicherer Zwischenstopp dient. Anschließend folgt der Eintritt in die Algarve mit Ziel Lagos oder Portimão – eine landschaftlich markante Küstenregion mit Felsformationen und einem letzten entspannten Badecharakter in Europa.

    Ein Puffertag an der Algarve dient dazu, auf Windbedingungen zu reagieren, da die Passage Richtung Gibraltar bei starkem Nordwind und hoher Dünung unkomfortabel werden kann. Dieses Zeitfenster ist bewusst als Flex-Element in der Planung vorgesehen.

    Die Weiterfahrt führt schließlich um das Kap St. Vincent und weiter in Richtung Straße von Gibraltar. Diese Passage ist verkehrsintensiv und wird idealerweise nachts gesegelt, um Strombedingungen und Verkehr besser zu managen. Ziel ist Gibraltar, mit der markanten Kulisse des Felsens als nächtlichem oder morgendlichem Anlaufpunkt.

    Den Abschluss bildet die kurze, aber hochdynamische Überfahrt nach Tanger Med in Marokko. Trotz nur rund 14 Seemeilen erfordert dieser Abschnitt präzises Timing wegen Strom und Verkehr. Mit der Ankunft in Tanger erfolgt der endgültige Kontinentenwechsel – Europa ist geschafft, Afrika erreicht.

  • Ankunft in Afrika und Pause | 14.–25. August 2026

    Am 14. August erfolgt das Einchecken in Marokko mit allen notwendigen Einreise- und Zollformalitäten. Dieser administrative Teil ist aufgrund der strengen Vorschriften sorgfältig vorzubereiten. Gleichzeitig beginnt das Ankommen in einer neuen Atmosphäre – mit ersten Eindrücken der Medina, einem Tee in der Casbah und dem akustischen Hintergrund des Muezzinrufs.

    Die folgenden Tage sind bewusst als flexibler Puffer vorgesehen. Sie dienen entweder zur Erholung nach möglichen Verzögerungen oder als Sicherheitsreserve bei schwierigen Bedingungen in der Straße von Gibraltar. Gleichzeitig bieten sie Zeit für Wartung, Reinigung und organisatorische Vorbereitung der nächsten Etappe.

    Wenn der Zeitplan planmäßig verläuft, steht in diesen Tagen auch die Erkundung von Tanger sowie die Vorbereitung und der Empfang der neuen Crew für die Mittelmeer-Etappe im Fokus.

    Ab dem 19. August beginnt schließlich die geplante einwöchige Pause, die den Abschluss der zweiten Etappe strukturiert abrundet.

Etappe 3

Inselhopping im Mittelmeer

Von den Balearen über Sardinien und die italienische Westküste bis tief in den Golf von Neapel. Es ist eine Etappe voller Kontraste: lange, ruhige Überfahrten wechseln sich mit kurzen, intensiven Inselstrecken und vulkanischen Kulissen ab, die den Charakter des Mittelmeers in seiner ganzen Bandbreite zeigen.

  • Abschnitt A | 26.–31. August 2026

    Die dritte Etappe beginnt mit einem langen Schlag aus Tanger hinein ins westliche Mittelmeer. Ziel ist zunächst die Inselgruppe der Balearen, wobei bewusst der ruhigere südliche Einstieg über Formentera gewählt wird statt der dichter frequentierten Routen Richtung Mallorca.

    Die Überfahrt ist die erste längere Mittelmeerpassage dieser Etappe und verbindet offene Seestrecke mit dem typischen Sommermuster stabiler Winde, aber auch vereinzelten Flautenphasen. Nach mehreren Tagen auf See folgt der erste Inselstopp in Formentera – geprägt von flachem, türkisfarbenem Wasser und starkem Hochsommerbetrieb.

    Von dort setzt sich die Route nordwärts in Richtung Menorca fort. Dieser zweite Inselabschnitt bringt deutlich mehr Ruhe in die Navigation: Menorca gilt als ursprünglicher, weniger überlaufen und nautisch sehr gut strukturiert. Besonders Mahón mit seinem tief eingeschnittenen Naturhafen bietet einen geschützten, klar definierten Zielpunkt.

    Damit bildet dieser Abschnitt eine logische Brücke vom nordafrikanischen Ausgangspunkt bis in die Balearenmitte – mit einem klaren Übergang von Offshore-Charakter zu Inselhüpfen im klassischen Mittelmeerraum.

  • Abschnitt B1 | 1.–4. September 2026

    Dieser Abschnitt markiert den Übergang von den Balearen in das zentrale westliche Mittelmeer und ist geprägt von einer längeren Überfahrt mit anschließendem kulturell stark geprägtem Zielhafen. Nach dem Aufenthalt auf Menorca – typischerweise in Mahón oder Ciutadella – folgt der direkte Schlag Richtung Sardinien.

    Die Passage über rund 150 Seemeilen erfolgt meist unter stabilen Sommerbedingungen, kann aber je nach Lage auch längere Zeit auf offener See bedeuten. Für die Crew ist dies eine klassische Mittelmeer-Offshore-Etappe mit klar definierten Wachrhythmen, bevor wieder Land in Sicht kommt.

    Ziel ist Alghero an der Nordwestküste Sardiniens – eine historisch katalanisch geprägte Stadt mit geschütztem Hafen und guter Infrastruktur. Alternativ kann je nach Wetter auch Bosa angelaufen werden, das mit seiner Flussmündung einen deutlich ruhigeren, fast verträumten Charakter bietet

  • Abschnitt B2 | 5.–9. September 2026

    Von Sardinien aus setzt sich die Route nordöstlich über das Tyrrhenische Meer fort – eine längere, offene Mittelmeerpassage mit Ziel Kampanien. Dieser Abschnitt verbindet zwei sehr unterschiedliche Reviere: das wilde, weite Sardinien und die dicht strukturierte Inselwelt rund um Neapel.

    Die Überfahrt nach Ischia umfasst etwa 220 Seemeilen und erfordert erneut stabile Offshore-Organisation mit Nachtfahrten und wachgeführtem Segelbetrieb. Je nach Wetterlage kann die Route bewusst so gelegt werden, dass Ankunftszeit und Strombedingungen im Golf von Neapel optimal passen.

    Ischia bildet den ersten großen Halt im Kampanischen Archipel – mit thermischen Quellen, geschütztem Hafen und intensiver mediterraner Atmosphäre. Gleichzeitig dient die Insel als logistischer Knotenpunkt vor der letzten Vulkanpassage dieser Etappe.

  • Abschnitt C | 9.–15. September 2026

    Der letzte Abschnitt dieser Etappe führt durch eines der spektakulärsten Insel- und Vulkanreviere des Mittelmeers. Von Ischia aus geht es zunächst südwärts entlang der italienischen Küste, bevor die Route in Richtung der Äolischen Inseln abbiegt.

    Die Passage nach Stromboli und den umliegenden Vulkaninseln ist nautisch vergleichsweise gut strukturiert, aber landschaftlich außergewöhnlich eindrucksvoll. Besonders die nächtliche Annäherung an Stromboli mit sichtbarer Aktivität des Vulkans gehört zu den prägenden Momenten dieser Etappe.

    Von dort führt der letzte Schlag weiter nach Sizilien mit Ziel Palermo. Diese finale Passage verbindet mehrere kurze Seestrecken mit klaren Landabnahmen und markiert den Abschluss der Inselkette im zentralen Mittelmeer.

    Mit der Ankunft in Palermo schließt sich die dritte Etappe – ein Abschnitt, der von Balearenruhe über sardische Weite bis hin zur vulkanischen Intensität der Äolischen Inseln reicht.

  • Abschiednehmen | 16. September 2026